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Donnerstag, 14. Juli 2022, 10:00 Uhr

Amtsblatt: 25/2022

Auch die Stadt muss Energie sparen

Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten, massiven Verwerfungen auf dem internationalen Energiemarkt betrachten wir weiterhin mit großer Sorge. Steigende Preise betreffen Privathaushalte und Gewerbebetriebe genauso wie öffentliche Einrichtungen.

Zudem steht aktuell die Versorgungssicherheit mit Gas besonders im Fokus, speziell mit Blick auf die nächste Heizperiode. Unser langfristiges Ziel bei der Energiewende muss daher auch unsere Unabhängigkeit gegenüber anderen Ländern wie z. B. Russland werden. Dieser Prozess der Energiewende lässt sich leider nicht von heute auf morgen komplett umsetzen. In der Zwischenzeit müssen wir daher die Versorgungssicherheit mit vorhandenen Ressourcen gewährleisten. Wir benötigen deshalb einen noch sparsameren Umgang mit Energie.

Vor wenigen Tagen haben wir bereits beantragt, dass wir uns ein Bonusmodell für Privathaushalte zum Einsparen beim Energieträger Gas in Anlehnung an das Münchner Energiesparmodell vorstellen können, um einen Anreiz zum Energiesparen zu schaffen.

Insgesamt ist uns bewusst, dass die strategischen Weichenstellungen beim Thema Energie auf anderen politischen Ebenen gemacht werden. Dennoch sind wir der Ansicht, dass alle einen Beitrag zur Überwindung dieser prekären Situation leisten müssen – auch als Kommune selbst. Oft kann mit überschaubarem Aufwand und geringen Einschränkungen ein bedeutender Energiespareffekt erzielt werden. Jede Kilowattstunde Strom und jeder Kubikmeter Gas zählt!

Wir haben deshalb beantragt, dass die Stadtverwaltung alle Bereiche prüfen soll, in denen kurzfristig zu erzielende Energieeinsparpotenziale (insbesondere bei Gas) mit einem verhältnismäßig geringen Eingriff in andere Interessen sowie im gesetzlichen Rahmen möglich sind.

Dabei denken wir u. a. an den vorübergehenden Verzicht auf das Anstrahlen öffentlicher Gebäude, das Absenken der Temperatur in städtischen Schwimmbädern, an die Verkehrsführung / Mobilität, an Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen sowie an die geringere Kühlung (Klimaanlagen) und Beheizung von öffentlichen Gebäuden in den anstehenden Herbst- und Wintermonaten.

Darüber hinaus soll geprüft werden, ob unter Einbindung der Stadtwerke und dem Energieberatungszentrum Stuttgart eine Aufklärungs- und Werbekampagne zum Energiesparen bei örtlichen privaten Haushalten und Gewerbebetrieben initiiert werden kann.

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