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So nicht, Frau Kienzle!

Donnerstag, 28. April 2022, 10:00 Uhr

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Amtsblatt: 15/2022
So nicht, Frau Kienzle!

Seit Jahren wird über die Zukunft des Leonhardsviertels diskutiert, zuletzt über eine laufende Petition, die für einen Erhalt des Viertels in seiner heutigen Vielfältigkeit wirbt.

Hierzu liegt ein Vorschlag für einen Bebauungsplan vor, der eine Aufwertung dieses Viertels mit dem Schwerpunkt Wohnen vorsieht. Dafür soll nach Vorstellung der Verwaltung sowie der Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle die Prostitution in dem Viertel konsequent verboten werden. Jedoch scheiterte der Vorschlag aufgrund von fehlenden politischen Mehrheiten und dem Wunsch der Gremien, über das Verbot von Prostitution noch zu diskutieren. Daraufhin wurde ein „Runder Tisch“ mit Anwohnern, Gewerbetreibenden, Verwaltung, Politik und sozialen Organisationen einberufen. Dabei wurde mit großer Mehrheit zum Ausdruck gebracht, dass sich die Bewohner und Anlieger des Viertels gegen ein reines Wohnquartier, sondern für eine Zukunft mit „Rotlicht“ und Vergnügungseinrichtungen aussprechen.

Wir als CDU haben eine klare Haltung. Wir sind für ein buntes und vielfältiges Viertel in der Innenstadt, denn eine Großstadt braucht und verträgt ein solches Mini-Vergnügungsviertel. Was wir als CDU nicht wollen ist, dass die Prostitution dort verboten wird und sich dann stärker illegal in Wohnungen auf alle Stadtbezirke verteilt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der guten Betreuung und Beratung der Prostituierten zentral im Viertel lehnen auch die sozialen Einrichtungen ein Verbot dort und die Flucht in die Illegalität ab.

Darüber hinaus hat sich das Viertel entgegen der Aussage der Verwaltung in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Die Etablierung neuer vielfältiger Gastronomiebetriebe neben Traditionskneipen, Weinstuben und Bars haben neue Personen angezogen - ein Besuch im Viertel hat nichts Anrüchiges mehr, sondern ist hipp und angesagt. Statistiken der Polizei zeigen, dass es dort heute nicht mehr Kriminalität als im Rest der Innenstadt gibt.

Insgesamt beurteilen wir das Handeln der Bezirksvorsteherin sehr kritisch. Es erweckt den Eindruck, dass hier jemand auf dem Rücken der Bewohner mit ihren bisher günstigen Mieten ein grünes Vorzeigequartier für gutverdienende neue Bewohner schaffen will. Dies wollen wir mit der Mehrheit im Viertel gemeinsam verhindern.

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